Beschneiungsanlage wächst weiter
Wildhaus: Bergbahnen Wildhaus AG investiert 1,5 Millionen Franken in die Beschneiungsinfrastruktur
„Wer nicht vorwärts geht, der kommt zurücke.“ Was Johann Wolfgang von Goethe bereits im 18. Jahrhundert feststellte, hat die Bergbahnen Wildhaus AG in ihrer Unternehmensphilosophie verinnerlicht. Seit mehr als einem Jahrzehnt gibt es nur eine Stossrichtung und die heisst vorwärts. In Zahlen ausgedrückt entspricht diese Vorwärtsstrategie 30 Millionen investierten Franken seit 1995.
1,5 Millionen schwere Beschneiungsetappe
Nur zwei Jahre nach dem grossen Erweiterungsbau Berggasthaus Oberdorf steht die nächste Investition vor der Tür. Anfang Juli fahren die Baumaschinen auf, um die ehemalige „Rennpiste“ Gamsalp-Freienalp weiterzuentwickeln. Walter Tobler, Technischer Leiter der Bergbahnen Wildhaus AG, erklärt die Eckpunkte der Pistenkorrektur: „Der oberste, gerade Pistenabschnitt bleibt gleich. Der folgende Teil bis zur S-Kurve unter der Sesselbahn Oberdorf-Gamsalp wird deutlich verbreitert und die Einmündung in die Standardpiste entschärft.“ So reduziert sich bei steigendem Fahrvergnügen das Unfallrisiko. Mit der Pistenverbreiterung passt sich die Bergbahnen Wildhaus AG den wachsenden Kundenbedürfnissen an. Gleichzeitig wird die Pistenausnutzung optimiert. Walter Tobler: „Bisher haben drei Viertel der Wintersportler die Standardpiste genutzt. Ab kommender Saison erhoffen wir uns eine ausgewogenere Auslastung.“
Um diesem Ziel näher zu kommen, setzt die Bergbahnunternehmung auf technische Beschneiung. Zehn Zapfstellen sowie Anschlüsse ans Pumpenhaus und die Trafostationen Engiboden und Gamsalp bilden die Basis, die neue Piste innert Wochenfrist in eine Genussstrecke zu verwandeln. Für die nötige Schneequalität sorgen die bewährten Niederdruck-Aggregate.
Wichtiger Schritt im Gesamtkonzept
Die Bergbahnen Wildhaus AG hat sich vor Jahren im Beschneiungskonzept das ehrgeizige Ziel gesteckt, 50 Prozent der Pisten technisch beschneien zu können. Der Weiterausbau Gamsalp-Freienalp ist dabei die dritte von insgesamt vier Etappen. Und mit dessen Realisation bis im Oktober rückt man dem Beschneiungsziel einen weiteren Schritt näher. „Die beschneiten Pistenkilometer sind zu einer festen Masseinheit in Sachen Pistenqualität geworden, mit welcher Wintersportgebiete untereinander beurteilt werden. Diesem Vergleich kann man sich nicht entziehen“, sagt Geschäftsführer Urs Gantenbein. Das Obertoggenburg liege dabei sehr gut im Rennen. Wichtig sei aber in erster Linie die gesunde Entwicklung der Unternehmung als Ganzes. „Als integrierte Tourismusunternehmung ist es für die Bergbahnen Wildhaus AG elementar, sich in sämtlichen Bereichen weiterzuentwickeln“, so Urs Gantenbein. Vorwärts als Stossrichtung also - jedoch für sämtliche Anspruchsgruppen. Vorwärts zugunsten der Gäste, vorwärts zugunsten der Mitarbeitenden, vorwärts zugunsten der Aktionäre, vorwärts zugunsten der Region.


